Küche

Der Einbau bzw. der Aufbau unserer Küche im Februar 2016, war der erste große Schritt in Richtung Komfort im Haus und gleichzeitig auch der Auslöser für uns, wieder im Haus zu schlafen. Endlich wieder im warmen und sauberen Raum Kaffee kochen, unter fließendem Wasser und im richtigen Waschbecken abwaschen, Zähneputzen mit warmen Wasser – welch‘ Erleichterung!

Wir haben uns für eine schlichte, helle Küche mit dicker Eichenholz-Arbeitsplatte entschieden. Oberschränke gibt es nicht, höchstens ein paar Regale oder Messerleisten. Das Highlight soll der Fliesenspiegel aus marokkanischen Zementfliesen werden und nach langem hin und her zum Muster der Fliesen, haben wir uns für die DIY Variante entschieden und uns im Lager des „Le Marrakech Hamburg“ ausgetobt und uns dort ein buntes Patchwork-Muster zusammengesucht. Ich kann es kaum erwarten bis sie endlich angebracht sind! Da dies aber nun auf der Prio-Liste nicht mehr ganz so weit oben steht, muss ich wohl oder übel auf schlechtes Wetter warten, sagt mein Bauherr. Bei dem Lubminer-Sonnenwetter; mal schauen wann ich Euch mit dem finalen vorher-nachher Bild versorgen kann….

Update nach einem halben Jahr Blog-Abstinenz

Viel zu lange ist unser letzter Eintrag her und sooo viel ist auf unserer Lieblingsbaustelle passiert. Es wurde u.a.

  • die komplette Elektrik im ganzen Haus verlegt und angeschlossen
  • neue Heizung eingebaut, Heizungsrohre verlegt und die neuen Heizkörper angeschlossen
  • der Dielenboden im Erd- und Obergeschoss verlegt, geschliffen und geölt (mehrmals)
  • alle Wände im Haus komplett verspachtelt, mit Malervlies versehen und weiß gestrichen
  • die Backstein-Klinkerwand (liebevoll auch unsere Pizzeriawand genannt) sandgestrahlt und in Kleinst-/Schwerstarbeit erst entfugt und dann wieder neu verfugt
  • der Trockenbau für das Bad aufgestellt, Dusche, Wanne und Toilette eingebaut, verfliest und verfugt
  • der Flur gefliest
  • die Treppe gebaut und eingesetzt (allerdings noch nicht mit den finalen Stufen, sondern vorerst noch mit „Bau/OSB Stufen“
  • das Treppen“Geländer“/Einbauwand  aufgestellt, gespachtelt, geschliffen, tapeziert und gemalie Küche, geliefert in unzähligen Einzelteilen, aufgebaut
  • Marokkanische Steinfliesen für den Fliesenspiegel in der Küche gekauft und vorbereitet
  • und noch unzählige weitere Mini-, Midi- und Maxiarbeiten, die irgendwie immer nochmal zwischendurch eingeschoben werden, im Hintergrund laufen und uns auch so manches Wochenende gekostet haben

Die dazugehörigen Bilder werden wir in Kürze hier nach Geschoss- oder Projekt geordnet einstellen. Wir sind unglaublich dankbar für die Unterstützung von Familie und Freunden, die auch nach zwei Jahren nicht abreißt und uns immer wieder überwältigt. Ohne Euch und unseren Baumeister aus Lubmin, wären wir noch lange nicht da, wo wir jetzt sind!

Wir freuen uns auf den Sommer in unserem Häuschen; wir freuen und auf die Zeit mit Euch an der Ostsee!

Projekt neue Gasleitung III – das große Buddeln

Im letzten Abschnitt des Projektes „Neue Gasleitung“ geht es um das eigentliche Ausheben der Gräben für die neue Gasleitung. Von unseren diversen Zaun- und Heckenarbeiten wissen wir bereits, dass ein spontanes Buddeln an unauffälliger Stelle nicht selten Überraschungen in Form von armdicken Wurzeln oder Ziegelsteinen mit sich bringt; unsere Ausgrabungen im Vorgarten toppen allerdings alles bisher Gefundene. So stoßen wir nichts ahnend auf eine alte Klärgrube/Müllgrube mit halbverwesten, unterschiedlichsten Hausmüll, auf dicke unterirdische Betonmauern (als hätten wir in den letzten Monaten nicht genug Beton entfernt), auf eine vermeintlich alte Abwasserleitung (die sich als unsere bis dato noch aktive Abwasserleitung herausstellte, nun aber leider beim Buddeln zerstört wurde), sowie auf das Skelett eines Pferdeschädels!

Erneut muss also schweres Geschütz heran und Baggerfahrer Matthias macht sich an die Arbeit ein wahres Grabenlabyrinth im Vorgarten und zwischen Haus und Scheune  auszuheben. Mit vereinten Kräften werden die Erdmassen von Müll und Steinen befreit und die Gasleitung sowie die neue Abwasserleitung in die Gräben eingelassen. Nach monatelanger Arbeit nähern wir uns Mitte August dann endlich dem Abschluss dieser nicht enden wollenden Aufgabenflut rund um die Gasleitung.

Und ab jetzt wird sich intensiv um den Innenausbau gekümmert. Immerhin möchten wir im  Winter endlich im eigenen Ferienhäuschen urlauben 🙂

Projekt neue Gasleitung II – betonfreier „Zwischenhof“

Im zweiten Teil unseres Mammutprojektes „Gasleitung“ stand der Bereich zwischen Scheune und Haus im Vordergrund. Durch eins/zwei vergangene „Land unter“ Situationen nach Starkregen, war uns die Betonfläche zwischen den Häusern schon länger ein Dorn im Auge.  Da nun auch noch die neue Gasleitung über diesen Bereich in den Keller hineingeführt werden muss, widmeten wir im Frühsommer etliche Arbeitstage der Aufgabe „betonfreier Zwischenhof“. Dazu gehört auch der Abriss der bisherigen Diele, die den Eingangsbereich des Hauses darstellte. In den Bildern wird das Ausmass der Arbeit und die Menge an Beton sehr deutlich und auch hier hatten wir es wieder vermehrt mit dem besonders harten „blauen“ Beton zu tun. Für alle nicht Bau-Experten beschreibt er sich so:

„Blauer Beton besteht zum überwiegenden Teil aus mit Wasser verdünntem Zement. Er enthält keine Zuschlagstoffe….Wegen seiner Festigkeit wird blauer Beton noch heute für die Erstellung von Gebäuden mit Hochsicherheitssystemen – z.B. in Banken – eingesetzt. Diese Betonsorte nutzt man aber auch als Baustoff für Fundamente von Hochhäusern und Industrieanlagen….einmal ausgehärtet, weist blauer Beton eine extreme Festigkeit von 500 kg auf.“

Projekt neue Gasleitung I – Abriss der Bauten im Vorgarten

In den nächsten drei Blogeinträgen möchten wir von unserem Mammutprojekt – unserer neuen Gasleitung – berichten. Die alte Ölheizung hatte im Februar komplett den Geist aufgegeben und damit den Startschuss für eine schier unendliche Aufgabenkette rund um das Thema „neue Gasheizung inkl. Erschließung des Grundstückes mit einer neuen Gasleitung“ gegeben. Die neue Gasleitung sollte nun quer durch unseren Vorgarten gelegt werden, der bis zum Frühjahr noch mit der Fertigteilgarage und dem alten Gästeklo bebaut war, sowie einmal den „Hof“ zwischen Scheune und Haus passieren, bevor sie dann im Keller endet.

Damit wir überhaupt die erforderlichen Gräben ausheben konnten, mussten zunächst die alten Bauten samt ihrer massiven Betonfundamente weichen.

Im März starteten wir also mit dem Abriss des Gästeklos:

Die Arbeit war an einem Wochenende geschafft und so machten wir uns frohen Mutes an dem Abbau der Fertigteilgarage. Das dicke Betonfundament konnte zwar bereits erahnt werden, doch das der zum großen Teil „blaue“  Beton so hartnäckig ist, hatten wir nicht erwartet. Es musste schweres Geschütz aufgefahren werden und so haben wir uns am langen Mai-Wochenende einen Minibagger mit Stemmhammer gegönnt. Das „Jochen-Schweizer-Erlebnis“ wurde allerdings durch einen defekten Hydraulikschlauch am Bagger getrübt, so dass wir nach einem halben Tag Einsatz vor der nächsten Herausforderung standen – wie repariere ich an einem Feiertag mit anschließendem Wochenende einen Minibagger?!?  Doch keine Aufgabe scheint unlösbar für Matthias und seine fleißigen Helfer und so konnten wir am Ende tatsächlich auf eine halbwegs betonfreie Vorgarten Fläche schauen:

Das Zaunprojekt

Um unseren Garten gemütlicher zu gestalten und vor allem nicht mehr nur auf die vielen unterschiedlichen Nachbaranbauten, sowie auf die alten Zaunreste zu blicken, stand schnell fest; wir brauchen einen großen Sichtschutz-Zaun. Fast ein halbes Jahr lang haben wir uns zur Art des Zaunes Gedanken gemacht; soll es eine Weidenzaun sein, sollen es fertige Sichtschutz-Elemente aus dem Baumarkt sein oder bauen wir uns tatsächlich unseren Wunschzaun selbst?

Entschieden haben wir uns für einen selbstgebauten Zaun mit Rhombusleisten (21x58mm) aus sibirischer Lärche. Das Holz ist für den Außenbereich bestens geeignet, da es sehr robust ist und mit der Zeit selbst eine eigene schützende Patina bekommt. Die Zaunpfähle haben wir mit H-Trägern in 2m Abständen in vorher ausgegrabene Erdlöcher betoniert. So hält der große Zaun dann hoffentlich auch unserem Ostsee-Wind stand.

Neue Fenster im Erdgeschoss

Zwei Monate Schreibpause soll nicht heißen, wir wären untätig gewesen; neben vielen Projekten im Hof und Garten, die aber in einem nächsten Beitrag näher beschrieben werden, wurde IM HAUS u.a. ein neues Treppenloch hergestellt, die alten Heizkörper demontiert, sämtlicher alter und loser Putz entfernt, neue Stromkabel vorbereitend verlegt, Stromdosen gebohrt, die ehemalige Küchentür und Badezimmertür wurden zugemauert, die alten Badwände zum neuen Flur hin abgerissen, neue Fenster im gesamten Erdgeschoss eingebaut, sowie abschließend alle Wände von unserem Maurermeister wieder herrlich glatt verputzt.

Da es viel zu viele Fotos für einen einzelnen Blogeintrag wären, konzentrieren wir uns als Erstes auf unsere neuen Fenster, die den neuen Grundriss im Erdgeschoss endlich richtig erstrahlen lassen. Die neuen Stürze haben wir bereits im Dezember eingesetzt, nun müssen „nur noch“ die größeren Fensterausschnitte hergestellt werden, sowie die neuen Fenster sicher und fest im alten Mauerwerk verankert werden.

und dann endlich mit den neuen Fenstern in der Vorher-Nachher-Ansicht:

 

Zähmung des Heckenmonsters

Die ersten „warmen“ Tage im neuen Jahr locken uns direkt heraus – es gilt der alten Ligusterhecke, die sicher schon mehrere Jahre keine Pflege mehr erfahren hat, einen neuen Schnitt zu verpassen.

Als Hilfsmittel finden wir eine tatsächlich noch funktionierende elektronische Heckenschere in der Scheune, die von einer manuellen Heckenschere und einem Fuchsschwanz unterstützt wird. Schnell sind 3 Stunden um, aber diese Arbeit hat zur Abwechslung mal richtig  Spaß gemacht!

Heckenschnitt

Heckenschnitt

Spachteln und Schleifen

Einen knappen Monat nachdem wir die letzte Rigips Platte an die Dachschräge geschraubt haben, können wir eine weitere lästige Arbeit hinter uns lassen; das Spachteln und Schleifen – also das Verputzen aller Stöße der einzelnen Platten, der Schraublöcher, inklusive der sehr aufwändigen Verkleidungen der Mittelpfetten um am Ende schöne glatte Wände zu haben, die nur noch mit einem feinen Malervlies versehen werden, bevor sie in unserer Wunschfarbe gestrichen werden können.

Wir haben uns mit 2 Spachtel- und Schleifvorgängen begnügt und sind so irgendwo zwischen der Qualitätsstufe Q2 und Q3 gelandet. Etliche Säcke Gipsspachtel, zwei Handschleifgeräte u.a. für die Feinarbeiten an den Fensterlaibungen und der Stöße rund um Zangen und Mittelpfette, sowie eine Schleifgiraffe, die zwar auch extrem anstrengend in der Handhabung war, aber natürlich eine viel größere Fläche in gleicher Zeit geschafft hat, waren unsere Hauptwerkzeuge in den letzten 4 Wochen.

Aber nun ist erstmal Schluss mit dem feinen Gipsstaub, den brennenden Augen, der wunden Nasenschleimhäute und der lahmen Arme – als nächstes geht’s an das neue Treppenloch, aber davon ein anderes Mal mehr.


Das Ende der „blauen“ Phase

Nach annähernd mehr als zwei Monaten haben wir die letzten Gipskartonplatten an den Dachschrägen montiert und können endlich mit den Spachtelarbeiten beginnen. Den Anblick der blauen Dampfbremsfolie können wir schon seit Wochen nicht mehr ertragen und wir sind glücklich, dass der Dachboden nun langsam Form annimmt. Nur noch die Giebelwände neu verputzen, ein bisschen Elektro-und Heizungsinstallation, Dielenboden verlegen und ne neue Treppe einbauen und schon können wir ins Dachgeschoss einziehen; schön wär´s, ginge es doch so schnell wie wir uns das vorstellen! Leider sind die Wochenenden zu fix vorbei und es kommen in unserem alten Haus immer wieder neue Probleme auf uns zu, die mal eben zwischendurch gelöst werden müssen. So z.B. unser Warmwasserspeicher der alten Heizungsanlage, der den Geist aufgegeben hat und der Sturm der letzten Woche, der unserem Scheunendach heftig zugesetzt hat und der Starkregen, der den Grundwasserspiegel so hat ansteigen lassen, dass wir auf einmal 30 cm hoch Wasser im Keller hatten – unschön!

Aber mit der großartigen Unterstützung von Familie und Freunden bekommen wir das alles unter Kontrolle und es wäre ja auch schon fast langweilig, würde alles glatt gehen.