Update nach einem halben Jahr Blog-Abstinenz

Viel zu lange ist unser letzter Eintrag her und sooo viel ist auf unserer Lieblingsbaustelle passiert. Es wurde u.a.

  • die komplette Elektrik im ganzen Haus verlegt und angeschlossen
  • neue Heizung eingebaut, Heizungsrohre verlegt und die neuen Heizkörper angeschlossen
  • der Dielenboden im Erd- und Obergeschoss verlegt, geschliffen und geölt (mehrmals)
  • alle Wände im Haus komplett verspachtelt, mit Malervlies versehen und weiß gestrichen
  • die Backstein-Klinkerwand (liebevoll auch unsere Pizzeriawand genannt) sandgestrahlt und in Kleinst-/Schwerstarbeit erst entfugt und dann wieder neu verfugt
  • der Trockenbau für das Bad aufgestellt, Dusche, Wanne und Toilette eingebaut, verfliest und verfugt
  • der Flur gefliest
  • die Treppe gebaut und eingesetzt (allerdings noch nicht mit den finalen Stufen, sondern vorerst noch mit „Bau/OSB Stufen“
  • das Treppen“Geländer“/Einbauwand  aufgestellt, gespachtelt, geschliffen, tapeziert und gemalie Küche, geliefert in unzähligen Einzelteilen, aufgebaut
  • Marokkanische Steinfliesen für den Fliesenspiegel in der Küche gekauft und vorbereitet
  • und noch unzählige weitere Mini-, Midi- und Maxiarbeiten, die irgendwie immer nochmal zwischendurch eingeschoben werden, im Hintergrund laufen und uns auch so manches Wochenende gekostet haben

Die dazugehörigen Bilder werden wir in Kürze hier nach Geschoss- oder Projekt geordnet einstellen. Wir sind unglaublich dankbar für die Unterstützung von Familie und Freunden, die auch nach zwei Jahren nicht abreißt und uns immer wieder überwältigt. Ohne Euch und unseren Baumeister aus Lubmin, wären wir noch lange nicht da, wo wir jetzt sind!

Wir freuen uns auf den Sommer in unserem Häuschen; wir freuen und auf die Zeit mit Euch an der Ostsee!

Spachteln und Schleifen

Einen knappen Monat nachdem wir die letzte Rigips Platte an die Dachschräge geschraubt haben, können wir eine weitere lästige Arbeit hinter uns lassen; das Spachteln und Schleifen – also das Verputzen aller Stöße der einzelnen Platten, der Schraublöcher, inklusive der sehr aufwändigen Verkleidungen der Mittelpfetten um am Ende schöne glatte Wände zu haben, die nur noch mit einem feinen Malervlies versehen werden, bevor sie in unserer Wunschfarbe gestrichen werden können.

Wir haben uns mit 2 Spachtel- und Schleifvorgängen begnügt und sind so irgendwo zwischen der Qualitätsstufe Q2 und Q3 gelandet. Etliche Säcke Gipsspachtel, zwei Handschleifgeräte u.a. für die Feinarbeiten an den Fensterlaibungen und der Stöße rund um Zangen und Mittelpfette, sowie eine Schleifgiraffe, die zwar auch extrem anstrengend in der Handhabung war, aber natürlich eine viel größere Fläche in gleicher Zeit geschafft hat, waren unsere Hauptwerkzeuge in den letzten 4 Wochen.

Aber nun ist erstmal Schluss mit dem feinen Gipsstaub, den brennenden Augen, der wunden Nasenschleimhäute und der lahmen Arme – als nächstes geht’s an das neue Treppenloch, aber davon ein anderes Mal mehr.


Das Ende der „blauen“ Phase

Nach annähernd mehr als zwei Monaten haben wir die letzten Gipskartonplatten an den Dachschrägen montiert und können endlich mit den Spachtelarbeiten beginnen. Den Anblick der blauen Dampfbremsfolie können wir schon seit Wochen nicht mehr ertragen und wir sind glücklich, dass der Dachboden nun langsam Form annimmt. Nur noch die Giebelwände neu verputzen, ein bisschen Elektro-und Heizungsinstallation, Dielenboden verlegen und ne neue Treppe einbauen und schon können wir ins Dachgeschoss einziehen; schön wär´s, ginge es doch so schnell wie wir uns das vorstellen! Leider sind die Wochenenden zu fix vorbei und es kommen in unserem alten Haus immer wieder neue Probleme auf uns zu, die mal eben zwischendurch gelöst werden müssen. So z.B. unser Warmwasserspeicher der alten Heizungsanlage, der den Geist aufgegeben hat und der Sturm der letzten Woche, der unserem Scheunendach heftig zugesetzt hat und der Starkregen, der den Grundwasserspiegel so hat ansteigen lassen, dass wir auf einmal 30 cm hoch Wasser im Keller hatten – unschön!

Aber mit der großartigen Unterstützung von Familie und Freunden bekommen wir das alles unter Kontrolle und es wäre ja auch schon fast langweilig, würde alles glatt gehen.

 

Wände weg und neue Fenster

Endspurt in Lubmin – zumindest für 2014.

Eigentlich wollten wir ja gar nicht so viele Baustellen auf einmal aufmachen, aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden. Mit den Rigipsplatten im Dachgeschoss noch nicht ganz fertig, haben wir Mitte November endlich die Nachricht erhalten, wir könnten unsere Fenster abholen. Da aber die freien Wochenenden im letzten Monat spärlich gesät waren und zudem die Temperaturen beachtlich fielen, haben wir uns fast schon damit angefreundet, die Fenster erst im neuen Jahr einbauen zu können. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass Matthias sich nun doch noch eine Woche frei nehmen konnte um sich mit unserem Maurer im Boddenhus auszutoben.

Und sie haben Einiges geschafft: Beide alten Fensterstürze im Dachgeschoss wurden herausgeschnitten, Stahlträger eingesetzt, neue Fensteröffnungen heraus gestemmt und zu guter Letzt auch noch die beiden neuen Fenster eingesetzt. Das Mauerwerk macht das Arbeiten nicht leicht – es bröselt und bröckelt an allen neuen Öffnungen, so dass ein festes Anbringen der  großen Fenster gar nicht so einfach ist.

Im Erdgeschoss geht es mit dem Küchen-, dem Wohnzimmer- und dem alten Schlafzimmerfenster weiter. Überall werden wie auch im Dachgeschoss die alten Fensterstürze (u.a. wurden auch Eisenbahnschienen verbaut) entfernt, neue Stahl-träger eingemauert und somit für den verhältnismäßig unaufregenden eigentlichem Fenstertausch vorbereitet. Es wird gestemmt, betoniert und abgeschlagen was das Zeug hält. Bei einem täglichen Arbeitsbeginn um 7:30 morgens, schaffen es Matthias und Eddie mit Unterstützung von Wolfgang und Thomas sogar noch die beiden Wände, die bisher die alte Küche vom Wohn- und das Wohn- vom Schlafzimmer getrennt haben, abzureißen. Und wenn man schonmal im Bauschutt schwimmt, ja – dann bietet sich das Putzabschlagen fast schon regelrecht an.

Und hier nun Neues aus der Vorher-Nachher-Rubrik :-).  Vorerst ist noch alles „heil“,

doch dann geht es an den Abbruch:

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Fertig! Der neue Grundriss fühlt sich super an. Wir sind erschöpft, aber glücklich.

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Herbstzeit ist Pflanzzeit

Nach der erfolgreichen Pflanzung unserer Ligusterhecke, sind wir auf den Geschmack gekommen und haben uns gleich die nächste Grundstücksseite zur Verschönerung herausgesucht. Es handelt sich diesmal um die östliche Grenze Richtung Hafenstrasse zu unserem Nachbarn im gelben Haus. Damit wir trotz bodentiefer Fenster ab nächsten Frühjahr noch immer etwas Privatsphäre in unseren Räumen haben, haben wir uns diesmal für ein wilde Naturhecke entschieden, die ca. 2m hoch werden soll. Es tümmeln sich ein Nyssa Salvatica (ein ca. 1,5m hoher Ast, der mal ein Baum werden soll), drei Rispenhortensien in Weiß, Rosa und Rot, zwei Perückensträucher,  Lavendel, ein Sanddorn und noch ein unbekanntes silberblättriges Strandgewächs. Die beiden großen Fliederbäume haben wir selbstverständlich an ihrem Platz gelassen und haben das Ganze dann noch mit einem kleinen Steinwall begrenzt.

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Aber nicht nur an der Heckenfront gab es Fortschritte: Team „Dach“ hat die Unterkonstruktion für die Rigips-Platten komplett fertiggestellt und Matthias die ersten Vorbereitungen für unseren neuen Ofen geschaffen. Den Ofen gab’s ganz unverhofft gebraucht und für nen kleinen Taler vom Schwager unseres Schornsteinfegers. Hat sich im Gespräch herausgestellt. Das Dorfleben und seine Vorteile; irgendwer kennt halt immer irgendwen. Last but not least,  haben wir noch ein bisschen an der Scheunenräumung gearbeitet: aber das gehört ja fast schon zur Tradition. Ein gutes Wochenende geht zu Ende. Mahlzeit!

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Das Dach wird gedämmt

Das Dach ist nun zu und somit der Startschuss zum Innenausbau gefallen. Wir dämmen mit einer Zwischen-Sparren-Dämmung und dichten dann alles mit der Dampfbremse ab. Darauf kommt die Unterkonstruktion und zum Schluss die Rigips-Platten. Vielleicht klappt es ja doch noch mit dem Dachbezug vor Wintereinbruch, denn im Bus wird’s langsam ungemütlich.


Während das eine Dach also wieder schön eingepackt wird, geht’s beim Scheunendach mit der Entrümpelung los. Eine schwierige Angelegenheit, denn der Dachboden ist nicht mehr überall trittsicher und durch die ganzen Stroheinlagen, ein Relikt der früheren Nutzung, kann man nur schwer erkennen wo man hintreten kann. Nach einem halben Tag Arbeit ist klar; wir brauchen schon wieder einen Container – nehmen wir lieber gleich den Großen für 10 cbm.

Ein ganz besonderes Highlight hat Thomas uns beschert; wir sind nun stolze Besitzer eines Stressless-Zweisitzers. Damit katapultieren wir uns zweifellos an die Spitze der gemütlichsten Baustellen im ganzen Land. Vielen Dank!

Stressfrei auf der Baustelle

Neuer Dachstuhl

In 9 Tagen zum neuen Dachstuhl; eine Mammut-Aufgabe. Das Projekt „Neues Dach“ nimmt Gestalt an und zum ersten Mal wird nicht nur abgerissen, sondern auch endlich aufgebaut. Mit Unterstützung von Freunden und Familie übernehmen wir alle Zimmermanns-Arbeiten, damit unser Dachdecker unser Dach danach problemlos mit unserem neuen Dachstein „Braas Tegalit“ eindecken kann.

Mit vereinten Kräften wird in 2 Tagen das komplette Dach abgedeckt.

Danach wird sich aufgeteilt: Team 1 kümmert sich um die Reinigung der alten Dachsteine, befreit ca. 1.200 Steine von Mörtel und Moos und reißt das Anbau-Bad ab. Team 2 beginnt mit der Aufdopplung der alten Sparren, dem Einbau der neuen Wechsel für die Dachflächenfenster, sowie dem Austausch der Zangen. Leider müssen wir feststellen das weitaus weniger vom alten Dachstuhl gerettet werden kann als erhofft – wir kommen in Zeitverzug.

Da die Verklebung der Unterspannbahn sich durch die unerwartete Mehrarbeit verzögert, schützen große Gewebeplanen das Haus vor eventuellem Regen. Nachdem abends wieder alles schön verpackt ist, hat sich unser Arbeitsteam eine Pause verdient.

Nach einer Woche endloser Arbeit, nimmt das Dach endlich Gestalt an; die Unterspannbahn ist größtenteils verklebt und das Dach wieder dauerhaft dicht.

Tag 9 und unser Dach erstrahlt mit neuer Lattung. Jetzt geht’s noch ans finetuning; die Dachlatten mit dem Giebel verbinden, auf das korrekte Maß einkürzen, Ortgangsbretter anbringen und Dachüberstand für die Regenrinne vorbereiten. Es war eine sehr arbeitsreiche Woche, die körperliche und nervliche Anspannung ist allgegenwärtig. Doch der Einsatz von Freunden und Familie überwältigt uns und wir halten diese Woche auch ein wenig als Abenteuercamp in Erinnerung. Last but not least: Marianne – danke für die hervorragende Verpflegung. Ohne Deine Hilfe würde uns bereits nach ein paar Stunden die Puste ausgehen!

fertige Lattung

Räumung des Dachgeschosses

Mit 3 Helfern im Gepäck stehen die Sterne eigentlich günstig für dieses Wochenende, doch zunächst macht Petrus uns nochLand unter einen Strich durch die Rechnung. Nach der ersten gemeinsamen Busnacht auf dem eigenen Grundstück, werden wir morgens von einem Wahnsinns-Gewitter geweckt. Wir wagen einen Blick aus dem Fenster und stellen erschrocken fest, es hat sich ein regelrechter Bach unterm Bus gebildet und sämtliches Wasser von der Straße rennt über’s frisch planierte Nachbargrundstück zu uns und sammelt sich vor unserer Haustür.  Tja, das nennt man wohl die erste große Erkenntnis; wir wissen nun, dass wir das tiefste Grundstück der ganzen Straße haben und das der tiefste Punkt direkt vor der Haustür liegt. Schaden erkannt, Schaden gebannt; wir machen uns also an die Aufräumarbeiten.

Nach einem hervorragenden frischen Waffelfrühstück geht’s nun an unsere Hauptaufgabe; das Dach des Haupthauses zumindest von innen endlich fertig abreißen. Das komplett eingerichtete Dachgeschoss haben wir schon vorher geräumt und zum großen Teil auch die Decken und alte Dämmung entfernt, nun sollen noch die letzten Wände des oberen Schlafzimmers weichen.  Das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Ideen wollen nicht aufhören zu sprudeln; ein Lichtband hier, eine Hochebene dort und natürlich die große Balkontür…

…und wir präsentieren den freigelegten Dachstuhl ohne Spitzboden, so wie wir es mögen. Die Balken sind dem Alter des Hauses entsprechend, also eher schlecht. Da wir uns aber dazu entschlossen haben, das Dach neu zu decken, werden wir auch diese Hürde packen.

Dachstuhl

Bei soviel Fleiß und gutem Vorankommen, kann man den Sonntag auch mal ruhiger angehen lassen. Nach dem morgendlichen Kaffeetassenspaziergang und einem erfrischenden Bad in der Ostsee schlendern wir gemütlich zurück zum Haus um uns beim zünftigen Grillfrühstück zu stärken.