Projekt neue Gasleitung III – das große Buddeln

Im letzten Abschnitt des Projektes „Neue Gasleitung“ geht es um das eigentliche Ausheben der Gräben für die neue Gasleitung. Von unseren diversen Zaun- und Heckenarbeiten wissen wir bereits, dass ein spontanes Buddeln an unauffälliger Stelle nicht selten Überraschungen in Form von armdicken Wurzeln oder Ziegelsteinen mit sich bringt; unsere Ausgrabungen im Vorgarten toppen allerdings alles bisher Gefundene. So stoßen wir nichts ahnend auf eine alte Klärgrube/Müllgrube mit halbverwesten, unterschiedlichsten Hausmüll, auf dicke unterirdische Betonmauern (als hätten wir in den letzten Monaten nicht genug Beton entfernt), auf eine vermeintlich alte Abwasserleitung (die sich als unsere bis dato noch aktive Abwasserleitung herausstellte, nun aber leider beim Buddeln zerstört wurde), sowie auf das Skelett eines Pferdeschädels!

Erneut muss also schweres Geschütz heran und Baggerfahrer Matthias macht sich an die Arbeit ein wahres Grabenlabyrinth im Vorgarten und zwischen Haus und Scheune  auszuheben. Mit vereinten Kräften werden die Erdmassen von Müll und Steinen befreit und die Gasleitung sowie die neue Abwasserleitung in die Gräben eingelassen. Nach monatelanger Arbeit nähern wir uns Mitte August dann endlich dem Abschluss dieser nicht enden wollenden Aufgabenflut rund um die Gasleitung.

Und ab jetzt wird sich intensiv um den Innenausbau gekümmert. Immerhin möchten wir im  Winter endlich im eigenen Ferienhäuschen urlauben 🙂

Projekt neue Gasleitung I – Abriss der Bauten im Vorgarten

In den nächsten drei Blogeinträgen möchten wir von unserem Mammutprojekt – unserer neuen Gasleitung – berichten. Die alte Ölheizung hatte im Februar komplett den Geist aufgegeben und damit den Startschuss für eine schier unendliche Aufgabenkette rund um das Thema „neue Gasheizung inkl. Erschließung des Grundstückes mit einer neuen Gasleitung“ gegeben. Die neue Gasleitung sollte nun quer durch unseren Vorgarten gelegt werden, der bis zum Frühjahr noch mit der Fertigteilgarage und dem alten Gästeklo bebaut war, sowie einmal den „Hof“ zwischen Scheune und Haus passieren, bevor sie dann im Keller endet.

Damit wir überhaupt die erforderlichen Gräben ausheben konnten, mussten zunächst die alten Bauten samt ihrer massiven Betonfundamente weichen.

Im März starteten wir also mit dem Abriss des Gästeklos:

Die Arbeit war an einem Wochenende geschafft und so machten wir uns frohen Mutes an dem Abbau der Fertigteilgarage. Das dicke Betonfundament konnte zwar bereits erahnt werden, doch das der zum großen Teil „blaue“  Beton so hartnäckig ist, hatten wir nicht erwartet. Es musste schweres Geschütz aufgefahren werden und so haben wir uns am langen Mai-Wochenende einen Minibagger mit Stemmhammer gegönnt. Das „Jochen-Schweizer-Erlebnis“ wurde allerdings durch einen defekten Hydraulikschlauch am Bagger getrübt, so dass wir nach einem halben Tag Einsatz vor der nächsten Herausforderung standen – wie repariere ich an einem Feiertag mit anschließendem Wochenende einen Minibagger?!?  Doch keine Aufgabe scheint unlösbar für Matthias und seine fleißigen Helfer und so konnten wir am Ende tatsächlich auf eine halbwegs betonfreie Vorgarten Fläche schauen:

Das Zaunprojekt

Um unseren Garten gemütlicher zu gestalten und vor allem nicht mehr nur auf die vielen unterschiedlichen Nachbaranbauten, sowie auf die alten Zaunreste zu blicken, stand schnell fest; wir brauchen einen großen Sichtschutz-Zaun. Fast ein halbes Jahr lang haben wir uns zur Art des Zaunes Gedanken gemacht; soll es eine Weidenzaun sein, sollen es fertige Sichtschutz-Elemente aus dem Baumarkt sein oder bauen wir uns tatsächlich unseren Wunschzaun selbst?

Entschieden haben wir uns für einen selbstgebauten Zaun mit Rhombusleisten (21x58mm) aus sibirischer Lärche. Das Holz ist für den Außenbereich bestens geeignet, da es sehr robust ist und mit der Zeit selbst eine eigene schützende Patina bekommt. Die Zaunpfähle haben wir mit H-Trägern in 2m Abständen in vorher ausgegrabene Erdlöcher betoniert. So hält der große Zaun dann hoffentlich auch unserem Ostsee-Wind stand.

Zähmung des Heckenmonsters

Die ersten „warmen“ Tage im neuen Jahr locken uns direkt heraus – es gilt der alten Ligusterhecke, die sicher schon mehrere Jahre keine Pflege mehr erfahren hat, einen neuen Schnitt zu verpassen.

Als Hilfsmittel finden wir eine tatsächlich noch funktionierende elektronische Heckenschere in der Scheune, die von einer manuellen Heckenschere und einem Fuchsschwanz unterstützt wird. Schnell sind 3 Stunden um, aber diese Arbeit hat zur Abwechslung mal richtig  Spaß gemacht!

Heckenschnitt

Heckenschnitt

Herbstzeit ist Pflanzzeit

Nach der erfolgreichen Pflanzung unserer Ligusterhecke, sind wir auf den Geschmack gekommen und haben uns gleich die nächste Grundstücksseite zur Verschönerung herausgesucht. Es handelt sich diesmal um die östliche Grenze Richtung Hafenstrasse zu unserem Nachbarn im gelben Haus. Damit wir trotz bodentiefer Fenster ab nächsten Frühjahr noch immer etwas Privatsphäre in unseren Räumen haben, haben wir uns diesmal für ein wilde Naturhecke entschieden, die ca. 2m hoch werden soll. Es tümmeln sich ein Nyssa Salvatica (ein ca. 1,5m hoher Ast, der mal ein Baum werden soll), drei Rispenhortensien in Weiß, Rosa und Rot, zwei Perückensträucher,  Lavendel, ein Sanddorn und noch ein unbekanntes silberblättriges Strandgewächs. Die beiden großen Fliederbäume haben wir selbstverständlich an ihrem Platz gelassen und haben das Ganze dann noch mit einem kleinen Steinwall begrenzt.

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Aber nicht nur an der Heckenfront gab es Fortschritte: Team „Dach“ hat die Unterkonstruktion für die Rigips-Platten komplett fertiggestellt und Matthias die ersten Vorbereitungen für unseren neuen Ofen geschaffen. Den Ofen gab’s ganz unverhofft gebraucht und für nen kleinen Taler vom Schwager unseres Schornsteinfegers. Hat sich im Gespräch herausgestellt. Das Dorfleben und seine Vorteile; irgendwer kennt halt immer irgendwen. Last but not least,  haben wir noch ein bisschen an der Scheunenräumung gearbeitet: aber das gehört ja fast schon zur Tradition. Ein gutes Wochenende geht zu Ende. Mahlzeit!

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Mauerbau und Heckenpflanzung

Damit wir uns bereits im nächsten Frühjahr an frischem Grün erfreuen können, stand die letzte Woche ganz im Zeichen der Gartengestaltung. Was eigentlich ein one-man-job sein sollte, hat sich allerdings mit fortschreitender Planung zum Mammutprojekt ausgeweitet. Wir haben am Ende innerhalb von 3 Tagen

  • 29m Garten umgegraben
  • 10 Tonnen Muttererde per Schubkarre bewegt
  • 13 Tonnen Pflastersteine per Hand verteilt
  • 96 Pflanzen eingepflanzt

und somit eine ca. 1m hohe ovalblättrige Ligusterhecke mit Friesenmauer geschaffen. Jetzt muss nur noch der Hund erzogen werden nicht mehr durch die Hecke zu springen. Hier unsere Fotodokumentation vom ersten Spatenstich zur fertigen Hecke.