Projekt neue Gasleitung II – betonfreier „Zwischenhof“

Im zweiten Teil unseres Mammutprojektes „Gasleitung“ stand der Bereich zwischen Scheune und Haus im Vordergrund. Durch eins/zwei vergangene „Land unter“ Situationen nach Starkregen, war uns die Betonfläche zwischen den Häusern schon länger ein Dorn im Auge.  Da nun auch noch die neue Gasleitung über diesen Bereich in den Keller hineingeführt werden muss, widmeten wir im Frühsommer etliche Arbeitstage der Aufgabe „betonfreier Zwischenhof“. Dazu gehört auch der Abriss der bisherigen Diele, die den Eingangsbereich des Hauses darstellte. In den Bildern wird das Ausmass der Arbeit und die Menge an Beton sehr deutlich und auch hier hatten wir es wieder vermehrt mit dem besonders harten „blauen“ Beton zu tun. Für alle nicht Bau-Experten beschreibt er sich so:

„Blauer Beton besteht zum überwiegenden Teil aus mit Wasser verdünntem Zement. Er enthält keine Zuschlagstoffe….Wegen seiner Festigkeit wird blauer Beton noch heute für die Erstellung von Gebäuden mit Hochsicherheitssystemen – z.B. in Banken – eingesetzt. Diese Betonsorte nutzt man aber auch als Baustoff für Fundamente von Hochhäusern und Industrieanlagen….einmal ausgehärtet, weist blauer Beton eine extreme Festigkeit von 500 kg auf.“

Projekt neue Gasleitung I – Abriss der Bauten im Vorgarten

In den nächsten drei Blogeinträgen möchten wir von unserem Mammutprojekt – unserer neuen Gasleitung – berichten. Die alte Ölheizung hatte im Februar komplett den Geist aufgegeben und damit den Startschuss für eine schier unendliche Aufgabenkette rund um das Thema „neue Gasheizung inkl. Erschließung des Grundstückes mit einer neuen Gasleitung“ gegeben. Die neue Gasleitung sollte nun quer durch unseren Vorgarten gelegt werden, der bis zum Frühjahr noch mit der Fertigteilgarage und dem alten Gästeklo bebaut war, sowie einmal den „Hof“ zwischen Scheune und Haus passieren, bevor sie dann im Keller endet.

Damit wir überhaupt die erforderlichen Gräben ausheben konnten, mussten zunächst die alten Bauten samt ihrer massiven Betonfundamente weichen.

Im März starteten wir also mit dem Abriss des Gästeklos:

Die Arbeit war an einem Wochenende geschafft und so machten wir uns frohen Mutes an dem Abbau der Fertigteilgarage. Das dicke Betonfundament konnte zwar bereits erahnt werden, doch das der zum großen Teil „blaue“  Beton so hartnäckig ist, hatten wir nicht erwartet. Es musste schweres Geschütz aufgefahren werden und so haben wir uns am langen Mai-Wochenende einen Minibagger mit Stemmhammer gegönnt. Das „Jochen-Schweizer-Erlebnis“ wurde allerdings durch einen defekten Hydraulikschlauch am Bagger getrübt, so dass wir nach einem halben Tag Einsatz vor der nächsten Herausforderung standen – wie repariere ich an einem Feiertag mit anschließendem Wochenende einen Minibagger?!?  Doch keine Aufgabe scheint unlösbar für Matthias und seine fleißigen Helfer und so konnten wir am Ende tatsächlich auf eine halbwegs betonfreie Vorgarten Fläche schauen:

Neuer Dachstuhl

In 9 Tagen zum neuen Dachstuhl; eine Mammut-Aufgabe. Das Projekt „Neues Dach“ nimmt Gestalt an und zum ersten Mal wird nicht nur abgerissen, sondern auch endlich aufgebaut. Mit Unterstützung von Freunden und Familie übernehmen wir alle Zimmermanns-Arbeiten, damit unser Dachdecker unser Dach danach problemlos mit unserem neuen Dachstein „Braas Tegalit“ eindecken kann.

Mit vereinten Kräften wird in 2 Tagen das komplette Dach abgedeckt.

Danach wird sich aufgeteilt: Team 1 kümmert sich um die Reinigung der alten Dachsteine, befreit ca. 1.200 Steine von Mörtel und Moos und reißt das Anbau-Bad ab. Team 2 beginnt mit der Aufdopplung der alten Sparren, dem Einbau der neuen Wechsel für die Dachflächenfenster, sowie dem Austausch der Zangen. Leider müssen wir feststellen das weitaus weniger vom alten Dachstuhl gerettet werden kann als erhofft – wir kommen in Zeitverzug.

Da die Verklebung der Unterspannbahn sich durch die unerwartete Mehrarbeit verzögert, schützen große Gewebeplanen das Haus vor eventuellem Regen. Nachdem abends wieder alles schön verpackt ist, hat sich unser Arbeitsteam eine Pause verdient.

Nach einer Woche endloser Arbeit, nimmt das Dach endlich Gestalt an; die Unterspannbahn ist größtenteils verklebt und das Dach wieder dauerhaft dicht.

Tag 9 und unser Dach erstrahlt mit neuer Lattung. Jetzt geht’s noch ans finetuning; die Dachlatten mit dem Giebel verbinden, auf das korrekte Maß einkürzen, Ortgangsbretter anbringen und Dachüberstand für die Regenrinne vorbereiten. Es war eine sehr arbeitsreiche Woche, die körperliche und nervliche Anspannung ist allgegenwärtig. Doch der Einsatz von Freunden und Familie überwältigt uns und wir halten diese Woche auch ein wenig als Abenteuercamp in Erinnerung. Last but not least: Marianne – danke für die hervorragende Verpflegung. Ohne Deine Hilfe würde uns bereits nach ein paar Stunden die Puste ausgehen!

fertige Lattung

Geschafft – Haus ist gekauft

Bis zur letzten Minute noch organisiert und alle Hindernisse aus dem Weg geräumt. Nun sind wir vorbehaltlich aller gesetzlichen Vorkaufsfristen der Gemeinde und allerlei weiteren Auflagen, von denen man vorher noch nie was gehört hat, endlich Hauseigentümer. Rein dürfen wir noch nicht, aber allein der Strandspaziergang entschädigt schon für einige der Strapazen der letzten Wochen.

Das Objekt der Begierde

Hier ist es nun; das Objekt unserer Begierde. Ein kleines altes Haus und eine alte Scheune, nicht mehr hübsch, nicht mehr heil – was zählt ist: DER STRAND.  Die Ideen sprudeln seit dem ersten Besichtigungstag und Matthias verspricht; das wird das tollste Haus in ganz Lubmin. Na dann, ran an die Dokumente und ans Projekt „Haus kaufen“.