Projekt neue Gasleitung I – Abriss der Bauten im Vorgarten

In den nächsten drei Blogeinträgen möchten wir von unserem Mammutprojekt – unserer neuen Gasleitung – berichten. Die alte Ölheizung hatte im Februar komplett den Geist aufgegeben und damit den Startschuss für eine schier unendliche Aufgabenkette rund um das Thema „neue Gasheizung inkl. Erschließung des Grundstückes mit einer neuen Gasleitung“ gegeben. Die neue Gasleitung sollte nun quer durch unseren Vorgarten gelegt werden, der bis zum Frühjahr noch mit der Fertigteilgarage und dem alten Gästeklo bebaut war, sowie einmal den „Hof“ zwischen Scheune und Haus passieren, bevor sie dann im Keller endet.

Damit wir überhaupt die erforderlichen Gräben ausheben konnten, mussten zunächst die alten Bauten samt ihrer massiven Betonfundamente weichen.

Im März starteten wir also mit dem Abriss des Gästeklos:

Die Arbeit war an einem Wochenende geschafft und so machten wir uns frohen Mutes an dem Abbau der Fertigteilgarage. Das dicke Betonfundament konnte zwar bereits erahnt werden, doch das der zum großen Teil „blaue“  Beton so hartnäckig ist, hatten wir nicht erwartet. Es musste schweres Geschütz aufgefahren werden und so haben wir uns am langen Mai-Wochenende einen Minibagger mit Stemmhammer gegönnt. Das „Jochen-Schweizer-Erlebnis“ wurde allerdings durch einen defekten Hydraulikschlauch am Bagger getrübt, so dass wir nach einem halben Tag Einsatz vor der nächsten Herausforderung standen – wie repariere ich an einem Feiertag mit anschließendem Wochenende einen Minibagger?!?  Doch keine Aufgabe scheint unlösbar für Matthias und seine fleißigen Helfer und so konnten wir am Ende tatsächlich auf eine halbwegs betonfreie Vorgarten Fläche schauen:

Neue Fenster im Erdgeschoss

Zwei Monate Schreibpause soll nicht heißen, wir wären untätig gewesen; neben vielen Projekten im Hof und Garten, die aber in einem nächsten Beitrag näher beschrieben werden, wurde IM HAUS u.a. ein neues Treppenloch hergestellt, die alten Heizkörper demontiert, sämtlicher alter und loser Putz entfernt, neue Stromkabel vorbereitend verlegt, Stromdosen gebohrt, die ehemalige Küchentür und Badezimmertür wurden zugemauert, die alten Badwände zum neuen Flur hin abgerissen, neue Fenster im gesamten Erdgeschoss eingebaut, sowie abschließend alle Wände von unserem Maurermeister wieder herrlich glatt verputzt.

Da es viel zu viele Fotos für einen einzelnen Blogeintrag wären, konzentrieren wir uns als Erstes auf unsere neuen Fenster, die den neuen Grundriss im Erdgeschoss endlich richtig erstrahlen lassen. Die neuen Stürze haben wir bereits im Dezember eingesetzt, nun müssen „nur noch“ die größeren Fensterausschnitte hergestellt werden, sowie die neuen Fenster sicher und fest im alten Mauerwerk verankert werden.

und dann endlich mit den neuen Fenstern in der Vorher-Nachher-Ansicht:

 

Spachteln und Schleifen

Einen knappen Monat nachdem wir die letzte Rigips Platte an die Dachschräge geschraubt haben, können wir eine weitere lästige Arbeit hinter uns lassen; das Spachteln und Schleifen – also das Verputzen aller Stöße der einzelnen Platten, der Schraublöcher, inklusive der sehr aufwändigen Verkleidungen der Mittelpfetten um am Ende schöne glatte Wände zu haben, die nur noch mit einem feinen Malervlies versehen werden, bevor sie in unserer Wunschfarbe gestrichen werden können.

Wir haben uns mit 2 Spachtel- und Schleifvorgängen begnügt und sind so irgendwo zwischen der Qualitätsstufe Q2 und Q3 gelandet. Etliche Säcke Gipsspachtel, zwei Handschleifgeräte u.a. für die Feinarbeiten an den Fensterlaibungen und der Stöße rund um Zangen und Mittelpfette, sowie eine Schleifgiraffe, die zwar auch extrem anstrengend in der Handhabung war, aber natürlich eine viel größere Fläche in gleicher Zeit geschafft hat, waren unsere Hauptwerkzeuge in den letzten 4 Wochen.

Aber nun ist erstmal Schluss mit dem feinen Gipsstaub, den brennenden Augen, der wunden Nasenschleimhäute und der lahmen Arme – als nächstes geht’s an das neue Treppenloch, aber davon ein anderes Mal mehr.


Wände weg und neue Fenster

Endspurt in Lubmin – zumindest für 2014.

Eigentlich wollten wir ja gar nicht so viele Baustellen auf einmal aufmachen, aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden. Mit den Rigipsplatten im Dachgeschoss noch nicht ganz fertig, haben wir Mitte November endlich die Nachricht erhalten, wir könnten unsere Fenster abholen. Da aber die freien Wochenenden im letzten Monat spärlich gesät waren und zudem die Temperaturen beachtlich fielen, haben wir uns fast schon damit angefreundet, die Fenster erst im neuen Jahr einbauen zu können. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass Matthias sich nun doch noch eine Woche frei nehmen konnte um sich mit unserem Maurer im Boddenhus auszutoben.

Und sie haben Einiges geschafft: Beide alten Fensterstürze im Dachgeschoss wurden herausgeschnitten, Stahlträger eingesetzt, neue Fensteröffnungen heraus gestemmt und zu guter Letzt auch noch die beiden neuen Fenster eingesetzt. Das Mauerwerk macht das Arbeiten nicht leicht – es bröselt und bröckelt an allen neuen Öffnungen, so dass ein festes Anbringen der  großen Fenster gar nicht so einfach ist.

Im Erdgeschoss geht es mit dem Küchen-, dem Wohnzimmer- und dem alten Schlafzimmerfenster weiter. Überall werden wie auch im Dachgeschoss die alten Fensterstürze (u.a. wurden auch Eisenbahnschienen verbaut) entfernt, neue Stahl-träger eingemauert und somit für den verhältnismäßig unaufregenden eigentlichem Fenstertausch vorbereitet. Es wird gestemmt, betoniert und abgeschlagen was das Zeug hält. Bei einem täglichen Arbeitsbeginn um 7:30 morgens, schaffen es Matthias und Eddie mit Unterstützung von Wolfgang und Thomas sogar noch die beiden Wände, die bisher die alte Küche vom Wohn- und das Wohn- vom Schlafzimmer getrennt haben, abzureißen. Und wenn man schonmal im Bauschutt schwimmt, ja – dann bietet sich das Putzabschlagen fast schon regelrecht an.

Und hier nun Neues aus der Vorher-Nachher-Rubrik :-).  Vorerst ist noch alles „heil“,

doch dann geht es an den Abbruch:

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Fertig! Der neue Grundriss fühlt sich super an. Wir sind erschöpft, aber glücklich.

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Herbstzeit ist Pflanzzeit

Nach der erfolgreichen Pflanzung unserer Ligusterhecke, sind wir auf den Geschmack gekommen und haben uns gleich die nächste Grundstücksseite zur Verschönerung herausgesucht. Es handelt sich diesmal um die östliche Grenze Richtung Hafenstrasse zu unserem Nachbarn im gelben Haus. Damit wir trotz bodentiefer Fenster ab nächsten Frühjahr noch immer etwas Privatsphäre in unseren Räumen haben, haben wir uns diesmal für ein wilde Naturhecke entschieden, die ca. 2m hoch werden soll. Es tümmeln sich ein Nyssa Salvatica (ein ca. 1,5m hoher Ast, der mal ein Baum werden soll), drei Rispenhortensien in Weiß, Rosa und Rot, zwei Perückensträucher,  Lavendel, ein Sanddorn und noch ein unbekanntes silberblättriges Strandgewächs. Die beiden großen Fliederbäume haben wir selbstverständlich an ihrem Platz gelassen und haben das Ganze dann noch mit einem kleinen Steinwall begrenzt.

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Aber nicht nur an der Heckenfront gab es Fortschritte: Team „Dach“ hat die Unterkonstruktion für die Rigips-Platten komplett fertiggestellt und Matthias die ersten Vorbereitungen für unseren neuen Ofen geschaffen. Den Ofen gab’s ganz unverhofft gebraucht und für nen kleinen Taler vom Schwager unseres Schornsteinfegers. Hat sich im Gespräch herausgestellt. Das Dorfleben und seine Vorteile; irgendwer kennt halt immer irgendwen. Last but not least,  haben wir noch ein bisschen an der Scheunenräumung gearbeitet: aber das gehört ja fast schon zur Tradition. Ein gutes Wochenende geht zu Ende. Mahlzeit!

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Neuer Dachstuhl

In 9 Tagen zum neuen Dachstuhl; eine Mammut-Aufgabe. Das Projekt „Neues Dach“ nimmt Gestalt an und zum ersten Mal wird nicht nur abgerissen, sondern auch endlich aufgebaut. Mit Unterstützung von Freunden und Familie übernehmen wir alle Zimmermanns-Arbeiten, damit unser Dachdecker unser Dach danach problemlos mit unserem neuen Dachstein „Braas Tegalit“ eindecken kann.

Mit vereinten Kräften wird in 2 Tagen das komplette Dach abgedeckt.

Danach wird sich aufgeteilt: Team 1 kümmert sich um die Reinigung der alten Dachsteine, befreit ca. 1.200 Steine von Mörtel und Moos und reißt das Anbau-Bad ab. Team 2 beginnt mit der Aufdopplung der alten Sparren, dem Einbau der neuen Wechsel für die Dachflächenfenster, sowie dem Austausch der Zangen. Leider müssen wir feststellen das weitaus weniger vom alten Dachstuhl gerettet werden kann als erhofft – wir kommen in Zeitverzug.

Da die Verklebung der Unterspannbahn sich durch die unerwartete Mehrarbeit verzögert, schützen große Gewebeplanen das Haus vor eventuellem Regen. Nachdem abends wieder alles schön verpackt ist, hat sich unser Arbeitsteam eine Pause verdient.

Nach einer Woche endloser Arbeit, nimmt das Dach endlich Gestalt an; die Unterspannbahn ist größtenteils verklebt und das Dach wieder dauerhaft dicht.

Tag 9 und unser Dach erstrahlt mit neuer Lattung. Jetzt geht’s noch ans finetuning; die Dachlatten mit dem Giebel verbinden, auf das korrekte Maß einkürzen, Ortgangsbretter anbringen und Dachüberstand für die Regenrinne vorbereiten. Es war eine sehr arbeitsreiche Woche, die körperliche und nervliche Anspannung ist allgegenwärtig. Doch der Einsatz von Freunden und Familie überwältigt uns und wir halten diese Woche auch ein wenig als Abenteuercamp in Erinnerung. Last but not least: Marianne – danke für die hervorragende Verpflegung. Ohne Deine Hilfe würde uns bereits nach ein paar Stunden die Puste ausgehen!

fertige Lattung

Sternenhimmel über’n Anbau

Ein Monat ist nun seit dem letzten Eintrag vergangen, aber wir waren nicht untätig. Das Projekt „Abbruch des Anbau-Daches“ ist zeitintensiv, schweißtreibend und sehr spannend. Durch den Abbruch entfernen wir gleichzeitig eine große Feuchtigkeitsschwachstelle zwischen Giebelwand und Anbaudach und schaffen gleichzeitig Platz für das Gerüst, was nun Grundlage unserer nächsten Arbeitswoche ist. Wir können uns nicht genug bedanken bei all unseren Helfern. Ihr seid top!

Da Bilder bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, gibt’s hier nun unsere Fotodokumentation der Decke-weg-Aktion

Abbruch Innen

Decke weg

Räumung des Dachgeschosses

Mit 3 Helfern im Gepäck stehen die Sterne eigentlich günstig für dieses Wochenende, doch zunächst macht Petrus uns nochLand unter einen Strich durch die Rechnung. Nach der ersten gemeinsamen Busnacht auf dem eigenen Grundstück, werden wir morgens von einem Wahnsinns-Gewitter geweckt. Wir wagen einen Blick aus dem Fenster und stellen erschrocken fest, es hat sich ein regelrechter Bach unterm Bus gebildet und sämtliches Wasser von der Straße rennt über’s frisch planierte Nachbargrundstück zu uns und sammelt sich vor unserer Haustür.  Tja, das nennt man wohl die erste große Erkenntnis; wir wissen nun, dass wir das tiefste Grundstück der ganzen Straße haben und das der tiefste Punkt direkt vor der Haustür liegt. Schaden erkannt, Schaden gebannt; wir machen uns also an die Aufräumarbeiten.

Nach einem hervorragenden frischen Waffelfrühstück geht’s nun an unsere Hauptaufgabe; das Dach des Haupthauses zumindest von innen endlich fertig abreißen. Das komplett eingerichtete Dachgeschoss haben wir schon vorher geräumt und zum großen Teil auch die Decken und alte Dämmung entfernt, nun sollen noch die letzten Wände des oberen Schlafzimmers weichen.  Das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Ideen wollen nicht aufhören zu sprudeln; ein Lichtband hier, eine Hochebene dort und natürlich die große Balkontür…

…und wir präsentieren den freigelegten Dachstuhl ohne Spitzboden, so wie wir es mögen. Die Balken sind dem Alter des Hauses entsprechend, also eher schlecht. Da wir uns aber dazu entschlossen haben, das Dach neu zu decken, werden wir auch diese Hürde packen.

Dachstuhl

Bei soviel Fleiß und gutem Vorankommen, kann man den Sonntag auch mal ruhiger angehen lassen. Nach dem morgendlichen Kaffeetassenspaziergang und einem erfrischenden Bad in der Ostsee schlendern wir gemütlich zurück zum Haus um uns beim zünftigen Grillfrühstück zu stärken.

Die Blitzräumer – Part II

Frage der Woche: Wieviel Möbel, Küchenmaschinen, Computer, Schläuche, Steine, Nägel und Schrauben passen in eine Scheune und einen Ferienanbau? Antwort: Ne Menge! Unsere Entsorgungscontainer von letzter Woche (10 cbm Sperrmüll + 5 cbm Baumischmüll) haben wir bereits gegen zwei jungfräuliche Container ausgetauscht und haben uns als Wochenendziel die komplette Entrümpelung des Scheunen-Erdgeschosses und des Anbaues vorgenommen. Zu viert packen wir es an und haben in kürzester Zeit schon wieder keinen Platz mehr im Container. Unser freundlicher Nachbar merkt an; unglaublich was ihr da alles raus holt. Ja, das finden wir auch!

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Der Eisenwarenladen – äh, die Scheune

Nach einem knappen Tag können wir endlich erkennen wie es in der Scheune früher einmal aussah und Platz für all unsere Baumaterialien haben wir nun massig. Die mindestens 300kg Schrott hoffen wir beim Schrotthändler in ein klitzekleines Vermögen eintauschen zu können 🙂

Das Grauen hat einen Namen – Die Küche                                                                                           

Am Sonntag nehmen wir uns die Küche vor und wenn wir nach Wohn- und Schlafzimmer dachten, wir hätten den Schimmelhöhepunkt erreicht, so wurden wie nun eines besseren belehrt. Nach ca. 6 Schichten Tapete und zentimeterdicken Styropor strahlen Teile der Küchenwand im schönsten Schwarz. Aber nun: Atme liebes Haus, atme!

Verletzungsstatistik:

  • Bauchklatscher:   1  als ich den Dalmatiner vorm Haus vor Baba retten wollte
  • Rückenklatscher: 1 als ich Baba vor den Funken der Flex retten wollte
  • Dicker Finger:       1 als Thorsten den… hmm, wir wissen nicht was er da retten wollte. Aber es war ein Abrisshammer involviert….

Wir danken Wolfgang, Thorsten (der trotz Verletzung weiter durchgepowert hat) und Daniel für die tolle Unterstützung. Und natürlich Marianne, die sich immer so toll um unser leibliches Wohl kümmert. Mit Sahne sieht halt alles gleich viel süßer aus 🙂

Die Blitzräumer

Vor leer kommt voll! Da uns das Haus komplett möbliert übergeben worden ist, geht es als erstes an die Räumung. Mit der Unterstützung von Familie und Freunden verwandelt sich der Zwischenraum zwischen Haus und Scheune innerhalb von Stunden in das schönste Flodder-Wohlfühlparadies. Wir bewegen und entsorgen mehrere Sofas, Betten, „hunderte“ Teppiche, unzähliger Krimskrams, Schränke, Tische etc. Zum Vorschein kommen mehrere Lagen schönste Strukturtapete, Styropor, irgendwelche luftundurchlässige Alu-Thermo-Beschichtungen und wie es zu erwarten war auch ziemlich viel Schimmel. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und bringen das Haus wieder zum Atmen.

Hier ein paar Vorher-Nachher Bilder vom Erdgeschoss

Zwischendurch eine kleine Stärkung. Die fehlenden Container haben auch etwas Gutes – noch nie saßen wir so weich und bequem bei Kaffee und Kuchen auf dem Hof.

und als nächstes packen wir das Dachgeschoss an, aber davon berichten wir das nächste Mal 🙂